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40 Jahre/kinderlos: Das sind Hamburgs Immobilienkäufer

Rund 40 Jahre alt und kinderlos. So sieht laut Statistik der Hamburger Immobilienkäufer, der eine Wohnung oder ein Haus zur Eigennutzung erwirbt, aus. Mit den „Kerndaten“ und den Motiven für den Immobilienkauf beschäftigte sich jetzt der Marktreport Immobilienfinanzierung von Hüttig & Rompf.

Der Marktreport basiert auf der Zeit vom 1. August 2015 bis zum 31. Juli 2016. Er ermöglicht einen Blick auf den aktuellen Hamburger Immobilienmarkt und ist zu finden auf der Website von Hüttig & Rompf. Wir stellen Auszüge des Reports heute vor. Lernen Sie Hamburgs Immobilienkäufer kennen:

In Hamburg macht der Anteil der Eigennutzer 75 Prozent aus. Rund 25 Prozent aller Immobilienkäufer erwerben ihre Wohneinheit zur Kapitalanlage. Wie in vielen deutschen Metropolstädten, sind die meisten Käufer in Hamburg zwischen 30 und 49 Jahre alt. Im Schnitt 39,38 Jahre ist der Eigennutzer, mit durchschnittlich 46 Jahren nur geringfügig älter der Kapitalanleger. Mit 27 Prozent einen hohen Anteil der Wohnungskäufer nehmen auch die „Best Ager“ im Alter zwischen 50 bis 59 Jahren ein.

Über 40 Prozent aller Immobilienkäufer in Hamburg sind kinderlos. Bei den Eigennutzern entspricht der Anteil der Käufer ohne Kind 42,07 Prozent und sogar 55,17 Prozent der Kapitalanleger haben keinen Nachwuchs. 28,24 Prozent der Eigennutzer haben ein Kind und 24,78 Prozent 2 Kinder. Verheiratet sind 63 Prozent der Kapitalanleger und knapp 58 Prozent der Eigennutzer.

Vergleichsweise hoch ist mit 19,6 Prozent in der Hansestadt der Anteil der Singles, die eine Wohnung zur Eigennutzung kaufen. Geringfügig höher der Prozentsatz der Singles, die zur Kapitalanlage Wohnraum erwerben (21,6 Prozent). Die Mehrzahl der Käufer ist angestellt. Bei den Eigennutzern sind es 79,54 Prozent und bei den Kapitalanlegern 62,22 Prozent. 10,08 Prozent der Eigennutzer sind selbständig tätig und bei den Kapitalanlegern sind es 19,13 Prozent.

Eigennutzer favorisieren Häuser

Wer in der Hansestadt eine eigene Immobilie erwirbt, kauft zu 52,73 Prozent ein eigenes Haus. 44,96 Prozent setzen beim Kauf auf die Eigentumswohnung. Anders sieht es bei Kapitalanlegern aus. Hier wird überwiegend (79,31 Prozent) die „klassische Kapitalanlage“, die Wohnung gekauft.

Eigennutzer erwerben zu 33,71 Prozent ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte. Mit Abstand ist das auch der Haustyp, von dem im Großraum Hamburg die meisten Einheiten zur Verfügung stehen. Ein freistehendes Einfamilienhaus kauften sich im Berichtszeitraum 19,02 Prozent der Eigennutzer.

Bei Eigentumswohnungen fällt auf: die Wohnflächen werden kleiner. Auch das hängt mit den gestiegenen Wohnungspreisen in Hamburg zusammen. Eigennutzer erwerben im Durchschnitt eine 113m² große Wohnung. Kapitalanleger kaufen eine durchschnittlich 77,16m² Wohnfläche umfassende Wohneinheit.

 Der Durchschnittspreis in Hamburg: 440.000 Euro

Die Wohnungspreise in der Hansestadt steigen wie in vielen Städten in Deutschland derzeit rapide an. Wohneinheiten unter 200.000 Euro sind schwer zu bekommen. Deshalb liegt der Durchschnittspreis der Wohnungen, welche von Selbstnutzern erworben werden, um die 440.000 Euro. Knapp 37 Prozent erwerben eine Eigentumswohnung in der Preiskategorie 200.000 bis 400.000 Euro. Fest steht: bei Haushaltseinkommen zwischen 3.000 und 5.000 Euro monatlich liegt der Durchschnittspreis bei 384.450 Euro und Käufer mit höherem Haushaltseinkommen kaufen ab 440.000 Euro aufwärts.

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Neubaupreise um die 200.000 Euro:  Magnoliengärten in Hamburg-Lohbrügge. Bild: BONAVA

Eigennutzer setzen auf Neubau

Weit über die Hälfte aller Käufer, welche die Immobilie kaufen, um selber darin zu wohnen, setzt auf Neubau-Immobilien (59,76 Prozent). Bei den Kapitalanlegern sind es etwas weniger (57,69 Prozent). Eigennutzer erwägen beim Kauf konstant niedrigere Energiekosten und Kapitalanleger gehen von einer höheren Wertsteigerung beim Neubau aus.

Immobilienfinanzierung: Annuitätendarlehen gefragt

Was die Finanzierung der eigenen vier Wände betrifft, so favorisieren 81,14 Prozent der Käufer zum Eigenerwerb ein Annuitätendarlehen mit konstanten Rückzahlungen. Sogar 91,67 Prozent nutzen ein solches Darlehen. Die Laufzeiten der Zinsen sind derzeit so lang wie möglich angelegt. Der Grund dafür ist das aktuelle Zinstief. 48 Prozent der Käufer legen eine Laufzeit von 10 Jahren fest. Rund 32 Prozent der im Berichtszeitraum abgeschlossenen Darlehensverträge laufen über 15 Jahre. Nur 3,6 Prozent der Selbstnutzer nutzen eine kurze Festschreibung von 5 Jahren.

Auch beim Eigenkapital gibt es gravierende Unterschiede zwischen Eigennutzern und Kapitalanlegern: durchschnittlich 169.000 Euro investiert der Eigennutzer als Eigenkapital in den Immobilienkauf. Über 100.000 mehr der Kapitalanleger mit 270.000 Euro.

Der Marktreport von Hüttig & Rompf gibt einen Einblick in den aktuellen Immobilienmarkt in der Hansestadt. Wo in und um Hamburg Neubau-Immobilien zu finden sind, erfahren Sie auf dem neubau kompass.

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